Absurde Geschichten
Grotesk aber wahr

Auf einem holländischen Bauernhof konnte eine Kuh die Magensäure nicht mehr auf natürlichem Wege loswerden und die Eingeweide blähten sich auf. Der herbeigerufene Tierarzt wollte ihr mit einer Sonde helfen. Um sich vom Erfolg seiner Behandlung zu überzeugen, hielt er ein brennendes Feuerzeug an das Maul der Kuh, wobei sich das im Magengas enthaltende Methan entzündete. Die erschreckte Kuh raste Feuer speiend durch den Stall und steckte Stroh und Heu in Brand; der ganze Bauernhof wurde in Schutt und Asche gelegt. Die Versicherung zahlte, doch die Kuh gab fortan keine Milch mehr.

 

Auf dem Oktoberfest in Clarksville / Tennessee stand der alljährliche Höhepunkt an: Das Salutschießen mit der Knödelkanone. Das Uraltgeschütz aus dem Bürgerkrieg wurde mit Semmelknödeln geladen und krachend abgefeuert. Aber: Ein Air Force-Jet wurde zur Notlandung gezwungen. Die Air Force verlangte 200.000 Dollar Schadensersatz.

 

Dem Musiker Percy Smith war die Frau durchgebrannt. Er schloss noch am gleichen Tag eine Versicherung von 40.000 Dollar gegen ihre Rückkehr ab. Ob die Zahlung fällig wurde ist nicht bekannt.

 

Ein Mann aus Hilmar in Kalifornien schoss sich versehentlich in den Fuß. Aus dem Krankenhaus zurück, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als seinen Freunden zu demonstrieren, wie es zu dem Unfall gekommen war. Und schon hatte er sich zum zweiten Male in den Fuß geschossen.

 

Ein Fallschirmspringer wurde in Hinkley / Illinois festgenommen, weil er einen Kürbis aus 600 Meter Höhe zur Erde fallen ließ. Der Kürbis durchschlug ein zweistöckiges Gebäude vom Dach bis zum ersten Stock, in dem gerade der Nachtisch zubereitet wurde: Obstsalat.

 

"Ich taufe Dich auf den Namen Ladykiller" - mit diesen Worten schleuderte die Taufpatin in Halifax (England) eine Sektflasche gegen den Schiffsrumpf. Doch die Flasche prallte unversehrt wieder zurück und traf die Lady am Kopf, die mit einer leichten Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste.

 

Ein Arbeiter aus Baltimore testete ein Bolzenschussgerät aus deutscher Produktion. Dabei nahm er ein Holzbrett als Zielscheibe. Beim folgenden Probeschießen prallte ein Bolzen vom Brett ab und verletzte einen anderen Arbeiter schwer. Der deutsche Hersteller musste eine hohe Entschädigung leisten. Begründung: In der Gebrauchsanleitung habe ein entsprechender Hinweis über die Folgen eines unsachgemäßen Einsatzes gefehlt.

 

Abgelehnt, was bekanntlich selten genug vorkommt, hatte Lloyds of London das Ansinnen eines Sizilianers, der die Unschuld seiner Tochter versichern wollte. Tatsächlich fand der Mann aber eine peruanische Versicherungsgesellschaft, die dieses Risiko übernahm. Wie es ausging bleibt der Spekulation überlassen.

 

Aus dem Jahresbericht des Krankenhauses der Ann-Arbor-Universität in Michigan (USA) über besondere Vorkommnisse:

- Von einem Hund gebissen: 1 Angestellter

- Von einer Biene gestochen: 1 Patient

- Von einem Patienten gebissen: 17 Angestellte

 

Ein Engländer versicherte seine Kiste Zigarren gegen Feuer. Dann rauchte er sie. Er meldete den Schaden und pochte auf die Versicherungsbedingungen. Man zahlte ihm die Summe, dann aber erhielt er eine Klage wegen Brandstiftung.

 

Ein Gesetzentwurf des Abgeordneten Doug Teper vor dem Staatsparlament von Georgia verlangte nicht nur, dass alle Hotels Schilder mit der Warnung "Geschlechtsverkehr, Ehebruch und Sodomie verboten" aufhängen, die Schilder sollten auch Blindenschrift und "international erkennbare Symbole" tragen.

 

Nachttänzerin Dora Oberling bekam von dem Mons Venus Club in Tampa / Florida Streit mit einem 57-jährigen Strip-Gast. Der Mann zog eine Pistole und schoss auf sie. Polizei-Sergeant M. D. Smith protokollierte, was der 27-jährigen das Leben rettete: Die Kugel war von ihrem Brust-Implantat abgelenkt worden und hatte so das Herz verfehlt.

 

Alphonso Johnson Quinn wurde verurteilt, nachdem er jahrelang in Bowie / Maryland bei allein stehenden Frauen eingebrochen war und sie vergewaltigt hatte. Quinns Beruf: Vertreter für Alarmanlagen. In seiner Werbebroschüre pries der 32-jährige den Alarm als Schutz gegen den Serien-Vergewaltiger an, der sein Unwesen in Bowie trieb.

 

In Boston hatte sich ein Immobilienmakler buchstäblich in sein Hinterteil gebissen. Der Mann hatte sein künstliches Gebiss in die hintere Hosentasche gesteckt, war auf einer Bananenschale ausgerutscht und gestürzt. Dabei fiel er so unglücklich, dass sein Gebiss eine ordentliche Portion Fleisch zu fassen bekam und dann zugedrückt wurde. Es gab eine klaffende Fleischwunde.

 

Ein makaberer Scherz: Nach einem Saufgelage in einer Kneipe in Sheffield (Großbritannien) rasierten betrunkene Freunde Iam Clifton eine Glatze und machten Fotos von ihm mit einer Sexpuppe. Sie dachten, dass Iam sich hingelegt habe, um seinen Vollrausch auszuschlafen. Doch der 34-jährige war an einer Alkoholvergiftung gestorben! Zwei Stunden lang feierten die Freunde seinen Geburtstag weiter, bevor sie Iams Tod bemerkten.

 

Dass deutsche Gerichte zu milde urteilen, kann ein 28-jähriger Kaufmann nicht gerade behaupten. Er wurde vom Amtsgericht Ebersberg zu 2.000 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er einem Anwalt seine 4-Mark-Überweisung mit "Sie sind alt und peinlich" kommentierte. Obwohl sich der Kaufmann mehrfach entschuldigte, blieb der Anwalt unversöhnlich: Er fühlte sich einfach "zu schwer verletzt".

 

Das verstehen Diebe unter Recycling: Vier Männer im Alter von 28-42 Jahren haben der Passauer Abfallverwertungsfirma Areg eine ganze LKW-Ladung mit Kupferkabeln verkauft. Nach Geschäftsschluss klaute das Quartett die Ware und bot sie am nächsten Tag der Firma erneut an. Kaum zu glauben ist: Diese Masche klappte 33 Mal. Gesamtschaden 366.600 Mark. Doch jetzt konnten die dreisten Gauner geschnappt werden. Sie hatten ihrer Arbeitsweise übrigens einen Namen gegeben: Kupferkreisverkehr.

 

Darryl Washington und Maria Ramos wurden in der U-Bahn-Station von einem Zug überfahren, als sie sich auf einer über den Gleisen liegenden Matratze liebten. Das Paar kam mit Knochenbrüchen davon und verklagte anschließend die Verkehrsbehörden von New York wegen "Rücksichtslosigkeit". Ihr Anwalt argumentierte: "Auch Obdachlosen steht ein Plätzchen für die Liebe zu."

 

Andres Guerero (18) sah auf dem Nachhauseweg einen Lastwagenfahrer, der leblos über dem Steuer lag. Sie verpasste ihm eine Herzmassage und bewahrte den Mann so vor dem Tod. Andres kam gerade von der Abschlussprüfung eines Erste-Hilfe-Seminars, bei der sie durchgefallen war.

 

Bankbetrüger Charles Bazarian stand drei Jahre nach seiner Verurteilung in Irvine / Kalifornien erneut vor Gericht. Er hatte den Staatsanwalt, der ihn im ersten Prozess angeklagte, dazu gebracht, 6.000 Dollar in eine Firma in Oklahoma zu investieren, die sich als wertlos erwies.

 

Alvin Lastimado (18) war wegen Freiheitsberaubung verhaftet worden. Er hatte eine Frau in seinem Haus gefangen gehalten, um an ihr eine Satansmesse zu zelebrieren. Doch mitten in seiner okkulten Orgie vergaß der 18jährige das Ritual der Messe. Er ging in die Bibliothek, um ein Nachschlagewerk zu konsultieren. Die Frau konnte sich in dieser Zeit befreien.

 

Als Ladendieb wurde der Brasilianer Julio Cesar de Monraes Barros in einem Juwelengeschäft verhaftet. Barros hatte sich von einem Chirurgen einen Saugnapf in die Spitze des kleinen Fingers der linken Hand implantieren lassen. Von da aus führte unter der Haut ein Röhrchen durch den Arm in die Achselhöhle, wo der Dieb ein Auffangsäckchen trug. Darin fanden sich Diamanten im Wert von 12.000 Dollar.

 

Die Zeitung Austin American-Statesman stellte in einer Reportage über ungewöhnliche Berufe John Stapp vor. Er ist Reparatur-Spezialist in der Kläranlage der Stadt und der einzige "Abwasser"-Taucher Amerikas. Stundenlang steigt er in die stinkende Brühe. Stapp mag den Job, "weil es sehr ruhig und friedlich da unten ist".

 

Massenmörder Rand Kraft verklagte den Verlag Warner Books in Kalifornien auf 60 Millionen Dollar, weil er sich in dem Buch "Angel of Darkness", in dem seine Verbrechen beschrieben wurden, diffamiert fühlt. Kraft, der wegen sexueller Foltermorde an 16 Männern in der Todeszelle sitzt, argumentiert: Das Buch stelle ihn als "kranken, verdrehten" Menschen dar.

 

Nachdem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hatte, gab er nicht nur den berühmten Satz mit dem Schritt von sich. Ehe er zurück in das "Eagle"-Modul kletterte, machte er eine rätselhaft Bemerkung: "Viel Glück, Mr. Gorsky." Die Leute bei der NASA dachten erst, es sei eine Spitze, die auf einen der rivalisierenden sowjetischen Kosmonauten ziele. Aber im russischen Raumfahrtprogramm gab es niemanden namens Gorsky. Jahrzehntelang blieb ungeklärt, was der Astronaut gemeint haben könnte. Ein Reporter in Tampa, Florida, stellt die offene Frage erneut an Neil Armstrong und erhielt Antwort. Einmal, als er noch ein kleiner Junge war, spielte Neil mit seinem Bruder Baseball im Garten. Ein Ball landete genau unter dem Schlafzimmerfenster der Nachbarn - von Mr. und Mrs. Gorsky. Als Neil sich bückte um den Ball aufzuheben, hörte er, wie Mrs. Gorsky ihren Gatten anschrie: "Oralen Sex? Du willst oralen Sex? Du kannst oralen Sex haben, wenn der Nachbarsjunge auf dem Mond rum läuft."

 

Eine Frau in Cincinatti klagte ihren 42jährigen Nachbarn an, ihr seltenes psychologisches Leiden ausgenutzt zu haben. Immer wenn sie das Wort "Sex" hört, wird sie bewusstlos. Der Nachbar habe ihr "Sex" ins Ohr geflüstert und sie dann missbraucht, als sie ohnmächtig am Boden lag. Als im Prozess die Anklage verlesen wurde, sackte die Klägerin beim Stichwort zweimal im Zeugenstand zusammen.

 

Die Bauaufsicht von Los Angeles zwang einen Stripclup dazu, eine auf der Bühne installierte Duschkabine, in der sich die Girls vor den Augen der Gäste "wuschen", abzureißen. Begründung: Öffentliche sanitäre Anlagen müssen für Behinderte im Rollstuhl zugänglich sein.

 

Der Boxer Daniel Caruso baute vorm Kampf um die "Golden-Glove"-Trophäe Aggressionen gegen seine Gegner damit auf, dass er sich selbst ein paar Schwinger verpasste. Dabei brach er sich die Nase. Der Kampf wurde abgesetzt.

 

Der brasilianische Abgeordnete Joao Alves wurde der Korruption bezichtigt, weil er während seiner Legislaturperiode bei mageren Diäten ein Vermögen von 51 Millionen Dollar angesammelt hatte. Alves schrieb seinen Reichtum dem Glück zu. Er habe in fünf Jahren 24.000 Mal beim Bingo und im Lotto gewonnen.

 

Yuji Iguchi verlangte vom japanischen Arbeitsministerium eine Entschädigung für den frühzeitigen Tod ihres Mannes, der mit erst 42 Jahren an - wie die Witwe meinte - Überanstrengung gestorben war. Er hatte 360 Tage ohne einen freien Tag gearbeitet. Das Ministerium lehnte mit der Begründung den Anspruch ab, das sei nicht "exzessiv" gewesen.

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